Foto: ©LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz-Vienna 

Das Stadtpalais Liechtenstein in der Wiener Bankgasse zählt zu den bedeutendsten Barockbauten Wiens. Der Bau begann 1691 nach Plänen von Enrico Zuccalli. Fürst Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein erwarb das noch unvollendete Palais und ließ es von Domenico Martinelli vollenden. Für die Ausstattung wurden bedeutende Künstler wie Santino Bussi, Giovanni Giuliani und Antonio Bellucci verpflichtet.
Von Beginn an war das Palais nicht nur als Residenz konzipiert, sondern auch zur Präsentation der umfangreichen fürstlichen Kunstsammlungen. Die repräsentativen Appartements und die Sammlungssäle wurden über eine monumentale Prunkstiege erschlossen, deren Ausstattung mit Skulpturen, Stuckaturen und Malereien bis heute von der außergewöhnlichen Qualität des Hauses zeugt.

Zwischen 1836 und 1847 ließ Fürst Alois II. das Palais von Peter Hubert Desvignes grundlegend umgestalten. Es entstand das früheste und bedeutendste Wiener Interieur des sogenannten „Zweiten Rokoko“. Besonders eindrucksvoll sind die kunstvollen Parkettböden von Carl Leistler und Michael Thonet, bei denen verschiedenste heimische und exotische Hölzer zu aufwendigen Intarsien verarbeitet wurden.

Bemerkenswert ist auch die technische Ausstattung des Palais. Bereits im 19. Jahrhundert verfügte es über eine Warmluftheizung, einen Aufzug über vier Stockwerke und eine hausinterne Kommunikationsanlage. Im großen Tanzsaal konnten die Türen hochgezogen und gedreht werden, wodurch sich die vergoldete Raumwirkung in kürzester Zeit in einen Spiegelsaal verwandeln ließ.

Die umfassende Restaurierung des Palais von 2007 bis 2012 wurde von Arch. Prof. Manfred Wehdorn geplant. Ziel war es, die historische Substanz und Ausstattung möglichst authentisch wiederherzustellen und gleichzeitig zeitgemäße technische Anforderungen zu erfüllen. Historische Parkettböden und Textilien wurden mit traditionellen Techniken restauriert bzw. rekonstruiert. Auch zahlreiche originale Luster und Wandleuchten konnten wieder aufgefunden und zurückgeführt werden.

Die Führung mit Arch. Prof. Wehdorn gibt Einblick in die Bau- und Ausstattungsgeschichte des Palais und zeigt zugleich, welche handwerklichen, technischen und denkmalpflegerischen Leistungen für seine Restaurierung erforderlich waren. So konnte dieses außergewöhnliche Zeugnis der Wiener Bau- und Kulturgeschichte in seiner ganzen Pracht wieder erstrahlen.

Alles sehr spannend. Schauen Sie sich das an!

     

     


Programm

15:30 Begrüßung
Mag. Hans Staudinger, Überbau Akademie

15:45 Das Stadtpalais Liechtenstein – Architektur, Baugeschichte und Restaurierung
Vortrag und Führung durch das Palais mit Architect Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Manfred Wehdorn WEHDORN ARCHITEKTEN Ziviltechniker GmbH

17:00 Ende der Führung


Bei diesem On-Stage Special verbinden sich ausnahmsweise Vortrag und Führung: Prof. Wehdorn erläutert die Baugeschichte des Gebäudes direkt während des Rundgangs.

Da ein anschließendes Get-Together seitens des Liegenschaftseigentümers nicht möglich ist, erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer als kleine Aufmerksamkeit ein Give-away für zu Hause.


Den Folder zum On-Stage Seminar können Sie hier downloaden.

Anmeldung:
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Storno:
Der kostenfreie Widerruf Ihrer Bestellung ist bis einschließlich 18. November 2026 möglich. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir bei späterem Rücktritt sowie ohne schriftliche Abmeldung eine Stornogebühr von € 80,- verrechnen müssen. Die Stornogebühr entfällt bei Nennung und Teilnahme eines Ersatzes. Bitte beachten Sie, dass wir Abmeldungen nur schriftlich annehmen können.

Text und Fotos: ©LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz-Vienna | ©Palais Liechtenstein/Sebastian Burziwal