Das Caritas Pflegewohnhaus St. Klemens im 14. Wiener Gemeindebezirk wurde durch einen Neubau erweitert und neu strukturiert. Ziel des Projekts war die Schaffung einer zeitgemäßen Pflegeeinrichtung, die funktionale Anforderungen mit architektonischer Qualität verbindet. Der Neubau reagiert dabei auf aktuelle Entwicklungen im Bereich der stationären Pflege und setzt auf überschaubare Wohnstrukturen sowie eine klare räumliche Organisation.
Die Planung stammt vom Riepl Kaufmann Bammer Architektur. Das architektonische Konzept orientiert sich an einer kleinteiligen Gebäudestruktur mit mehreren gegliederten Wohnbereichen. Anstelle eines kompakten Großbaus wurden kleinere Einheiten vorgesehen, die sich um Innenhöfe und gemeinschaftliche Aufenthaltsbereiche organisieren. Dadurch entstehen differenzierte Freiräume sowie eine klare Orientierung innerhalb des Gebäudes.
Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die Verwendung von Holz als prägendes Baumaterial. Die sichtbare Holzkonstruktion beeinflusst sowohl die äußere Erscheinung als auch die Innenräume des Gebäudes und verleiht ihnen eine warme Atmosphäre. Die Materialwahl entspricht aktuellen Entwicklungen im Gesundheits- und Pflegebau, bei denen ökologische und ressourcenschonende Bauweisen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Auch die Einbindung in die bestehende Umgebung wurde im Entwurf gut umgesetzt. Das Gebäude fügt sich durch seine gegliederte Struktur harmonisch in das Umfeld ein und schafft zugleich großzügige Freiflächen für Aufenthalt und Nutzung im Außenraum. Insgesamt stellt das Pflegewohnhaus St. Klemens ein Role-Model für eine moderne zeitgenössische Architektur im Pflegebereich dar, bei der Funktionalität, Materialität und räumliche Qualität optimal miteinander verbunden werden.
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Fotos: ©Überbau